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Leilani Story – Folge 1

Folge 1: Wenn ein kleiner Hund ein ganzes Leben neu sortiert


Wie alles begann – mit einem Welpen, einem Missgeschick und einer Entscheidung fürs Leben.


Manche Geschichten beginnen nicht mit einem Knall. Sondern mit einem kleinen Hund auf deinem Schoss. Und einem nassen T-Shirt.
Ich wusste nicht, dass ich gerade den wichtigsten Schritt meines Lebens mache. Ich wusste nur, dass ich lachen musste. Und dass ich sie nicht mehr loslassen kann. 
Ich ahnte nicht, dass diese kleine Bulldogge mich einmal durch Zweifel, Vorurteile und meine eigenen Grenzen tragen würde. Dass sie mir zeigen würde, wie Vertrauen wirklich aussieht. Und dass aus diesem ersten Chaos-Moment eine der stabilsten Beziehungen meines Lebens entstehen würde.
Das hier ist keine klassische Hundegeschichte. Das hier ist der Anfang von etwas, das mich – und mein ganzes Leben – neu sortiert hat.

„Der Moment, der alles begann.“

„Der Moment, der alles begann.“

Leilani Story – Folge 1

Worum geht es in Folge 1?

Folge 1 erzählt vom echten Anfang.
Nicht vom Instagram-Anfang.
Nicht vom romantischen Slow-Motion-Moment.
Sondern von einer Begegnung auf dem Boden einer Züchterin.
Von einem Welpen mit einem herzförmigen Fleck auf der Brust.
Von einem Lachen, das mehr entschied als jeder Verstand.
Es geht um die ersten gemeinsamen Tage.
Um Chaos, Temperament und diese leise Erkenntnis:
Dieser Hund ist nicht hier, um in mein Leben zu passen.
Sie ist hier, um es umzubauen.
Und es geht um die ersten Lektionen,
die man nie in der Hundeschule lernt:
dass Präsenz nichts mit Körpergrösse zu tun hat,
sondern mit der Art, wie man in einen Raum tritt –
und ob man sich selbst dabei glaubt,
dass Vorurteile oft lauter sind als Fakten
und dass ein kleiner Hund manchmal der mutigste im Raum ist.

Warum diese erste Folge alles trägt, was danach kommt

Folge 1 war für mich keine nostalgische Rückschau.
Sie war eine Standortbestimmung.
Ich wollte nicht den perfekten ersten Moment erzählen.
Ich wollte den ehrlichen.
Darum beginnt diese Geschichte nicht mit Romantik,
sondern mit einem Missgeschick.
Nicht mit Pathos, sondern mit Lachen.
Denn genau das beschreibt Leilani bis heute am besten:
Sie ist nicht gekommen, um mich zu retten.
Sie ist gekommen, um mich wach zu machen.
Die Hundeschul-Szenen, die Vorurteile,
die irritierten Blicke wegen ihrer Rasse,
die Frage, ob sie „zu viel“ ist –
all das waren frühe Hinweise darauf,
dass diese Reise mehr werden würde als Training und Spiel.
Was viele Leser:innen nicht wissen:
Diese erste Phase hat meine ganze Haltung zu Hunden verändert.


Zu Führung.

Zu Vertrauen.

Zu Kontrolle.

Zu Freiheit.

Und sie hat den Ton gesetzt für alles, was danach kam.
Ich schreibe „Leilani – Eine aussergewöhnliche Reise“
nicht, weil mein Hund perfekt ist.
Ich schreibe sie, weil sie mich gezwungen hat, meine eigenen Vorstellungen loszulassen.
Weil sie mir gezeigt hat, dass Vertrauen nichts mit Kontrolle zu tun hat.
Und dass echte Verbindung nicht dressiert wird – sie entsteht.
Diese Kolumne ist keine Anleitung.
Kein Ratgeber.
Keine Heldensaga.
Sie ist eine ehrliche Erzählung darüber, wie ein kleiner Hund
einem erwachsenen Mann beigebracht hat, langsamer zu werden, klarer zu werden und mutiger zu fühlen.
Und sie ist eine Einladung, seinen eigenen Hund nicht als Projekt zu sehen – sondern als Beziehung.

Exklusiv im Schweizer Hunde Magazin

Diese Geschichte erscheint fortlaufend exklusiv im Schweizer Hunde Magazin.

Hier auf reinholds.ch findest du Hintergründe, Zitate, Bilder und persönliche Einblicke hinter die Kulissen.

Wenn du die komplette Geschichte lesen möchtest – inklusive aller Folgen und emotionalen Details – kannst du das Magazin hier abonnieren oder eine Einzelausgabe bestellen.

Die Decke

Es gibt Dinge, die altern nicht, weil man sie vergisst –
sondern weil man sie schützt.

Diese Decke habe ich gekauft, lange bevor Leilani bei mir einzog.
Klein. Rosa. Flauschig. Mit winzigen Elefanten darauf.
Ich brachte sie der Züchterin mit der Bitte, sie in die Wurfkiste zu legen.
Damit Leilani auf der Heimfahrt etwas bei sich hat, das nach ihrer Mama riecht.
Nach Geborgenheit. Nach Anfang.

Auf der Fahrt nach Hause lag sie darauf.
Noch viel zu klein für die Welt.
Aber sicher.

Als wir ankamen, blieb die Decke.
Nicht als Erinnerung, nicht als Dekoration –
sondern als Teil unseres Alltags.
Sie zog mit bei uns ein.
Und sie blieb.

Ich wusch sie lange nicht.
Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Respekt.
Sie roch nach Herkunft.
Nach Nähe.
Nach dem Ort, an dem alles begonnen hatte.

Über die Jahre wurde sie oft gewaschen.
Sanft. Behutsam.
Nie achtlos, nie nebenbei.
Sie hat viel erlebt – und ist trotzdem nie alt geworden.
Sie ist einfach… geblieben.

Und das Erstaunliche ist:
Immer wenn es Leilani nicht gut geht – bei Krankheit, Unruhe oder nach schweren Tagen –
sucht sie genau diese Decke.
Sie legt sich darauf.
Oder ich wickle sie darin ein.
Und fast augenblicklich verändert sich etwas.

Der Atem wird ruhiger.
Der Körper lässt los.
Der Blick wird weich.

Als würde etwas in ihr sagen:
Hier darfst du loslassen.

Ich weiss nicht, ob es der Geruch ist.
Oder die Erinnerung.
Oder etwas, das man nicht messen kann.
Vielleicht ist es einfach das Gefühl, wieder ganz am Anfang zu sein –
dort, wo nichts verlangt wurde.
Wo alles sicher war.

Ob sie sich an ihre Mama erinnert, weiss ich nicht.
Vielleicht ist das nur meine menschliche Logik.
Aber es spielt keine Rolle.

Diese Decke ist kein Gegenstand.
Sie ist ein Versprechen.
Dass Geborgenheit bleiben kann, wenn man sie pflegt.
Dass Nähe nicht verschwindet, wenn man sie ernst nimmt.

Acht Jahre später ist sie noch da.
Und sie ist mehr als Stoff.

Und ja – ich beschütze diese Decke mit meinem Leben.
Nicht aus Sentimentalität.
Sondern weil sie etwas trägt, das man nicht ersetzen kann.

Manche Dinge kann man nachkaufen.
Andere kann man nur bewahren.